Eine Nacht in Venedig - Operette von Johann Strauss in drei Akten

Massnahme Corona-Kriese: Eine Nacht in Venedig wird 2021 wiederholt

Die Schutzmassnahmen des weltweit grassierende Corona-Virus treffen auch das Theater Arth in voller Härte. So wurde das Veranstaltungsverbot und später weitere Sozialkontaktverbote mitten während unserer laufenden Operettensaison 2020 ausgesprochen.

 

Die aktuelle Situation lässt zur Zeit nicht erahnen, mit welchen weiteren Folgen wir aufgrund der Corona-Krise noch rechnen müssen. Um den Verein in dieser unsicheren Zeit nicht einem weiteren unnötigen Risiko auszusetzen, hat sich die Theatergesellschaft Arth entschieden, die nicht gespielten Aufführungen von "Eine Nacht in Venedig" im Januar und Februar 2021 fortzusetzen.

 

Lesen Sie hier die ausführliche Stellungnahme der Theatergesellschaft Arth.

Impressionen aus den Aufführungen

Handlung

Es herrscht Karneval in der berühmten Lagunenstadt. Alle Menschen sind für einen Augenblick gleich: Adelige und Bürgerliche, Reiche und Arme, Politiker und Makkaroni- Koch. Und sie alle verstecken sich leidlich hinter Masken und zeigen so ihr wahres Gesicht.

 

Die Schönheit Venedigs, die verschlungenen Gässchen und romantischen Plätze, die Kanäle und Brücken, all das mag seinen Reiz haben; doch den finanzkräftigen Herzog von Urbino zieht es vor allem wegen der Frauenwelt in die Lagunenstadt. Der berüchtigte Schürzenjäger hat sich diesmal die Eroberung der schönen Barbara vorgenommen. Doch die Eigenwilligkeit der Frauen wie auch die Ungeschicklichkeit des Fadenziehers Caramello machen ihm einen Strich durch die Rechnung ...

 

Viele Intrigen scheitern und Masken müssen gelüftet werden, bis sich schliesslich die richtigen Paare finden – natürlich nicht, ohne sich vorher mit den falschen Partnern amüsiert zu haben … Am Ende siegt jedoch der Karneval: «Alle maskiert, alle maskiert, wo Spass und Tollheit und Lust regiert».

 

Dauer der Aufführung (inkl. Pause): ca. 2 Stunden und 45 Minuten

Zur Inszenierung

Regie von Elja-Duša Kedveš

 

«Eine Nacht in Venedig» – schon der Name ist Programm: Für eine Nacht lang tauchen wir mit dieser romantischen Operette in eine Welt voller Träume. Die Librettisten Camillo Walzel und Richard Genée haben mit der Wahl des Orts und der Zeit den idealen Boden für einen Ausbruch aus der Alltagswelt geschaffen: Die Handlung spielt in der sagenumwobenen Lagunenstadt Venedig im Sehnsuchtsland Italien während einer Nacht zum Höhepunkt des ausgelassenen Karnevals. Die schmelzenden Walzerklänge und schmissigen Tanzmusiken von Johann Strauss machten den Operettentraum perfekt und liessen ihn zum Bestseller werden.

 

Von Träumen werden auch die Hauptfi guren geleitet: Der schönen Senatorsgattin Barbara ist durch ihre Heirat mit dem einfl ussreichen Senator Delacqua der Aufstieg in die Haute Volée zwar gelungen, doch nun möchte sie die Verwirklichung ihres Traumes noch mit einer romantischen Liebe krönen.

 

Venedigs Styling-Exportschlager Caramello hat seinen Traum, in der Welt herumzukommen und möglichst viel zu erleben, schon zum grossen Teil verwirklicht. Dabei kommt ihm seine sympathische, lebenslustige Art zugute, die ihm sowohl einen Platz an der Seite des reichen Jet-Setters Urbino als auch in den Herzen seiner Landsleute in Venedig gesichert hat.

 

Duke Guido von Urbino träumt immer noch einem aristokratischen Lifestyle nach – in seiner Residenz in England gilt der Herzogtitel noch, der in Italien, dem Land seiner Vorfahren, bereits abgeschafft ist. Nichts desto trotz glaubt er, als Italian Lover nicht nur aufgrund seiner Reichtümer die Liste seiner Liebschaften beliebig verlängern zu können.

 

Annina, Venedigs stadtbekannte Fischerin, übertrumpft als temperamentvolle Selfmade-Woman in den Männerdomänen auf See und im Geschäft ihre Kollegen und weiss sich auch zwischenmenschlich geschickt durchzusetzen. Ob sich ihr Traum, den leichtlebigen Caramello für immer an sich zu binden, erfüllt?

 

Der aus Tunesien stammende Arbeitsmigrant Pappacoda träumt davon, sich in der Gastronomie so weit hochzuarbeiten, bis er seine fi nanziellen Sorgen los ist. Das Zeug dazu hat er. Seine Freundin, Delacquas Hausangestellte Ciboletta, hat einen bescheidenen Traum: Sie möchte Pappacoda heiraten. Durch ihre ehrliche und fl eissige Art erreicht sie nicht nur dies, sondern wird auch noch mit einer Beförderung belohnt.

 

Der Entscheid des Theaters Arth, die Urfassung des Stücks auf die Bühne zu bringen, und nicht etwa die oft gewählte, aber mit hohen Tantiemengebühren verknüpfte «Korngold- Fassung», hat für die Erarbeitung ein paar Richtlinien gesetzt und zugleich anderweitige Spielmöglichkeiten eröffnet. So hat in unserer Umsetzung die Senatorsgattin Barbara, um derentwillen die ganze Verwicklungsgeschichte ihren Lauf nimmt, eine stärkere Gewichtung und mehr Stimmpräsenz erhalten. Der eingebettete Frühlingsstimmen-Walzer, mit dem sie ihrer Liebe zu Enrico Ausdruck verleiht, ist ein Beispiel dafür.

 

Textlich bot sich gegenüber der Urfassung an, eine zeitgemässe Überarbeitung vorzunehmen. Neben verbalen Anpassungen an den heutigen Sprachgebrauch wurde auch dem zur Zeit der Uraufführung (1883) teilweise heute nicht mehr akzeptablen Frauenbild und anderen Stereotypen entgegengewirkt.

 

So ist zum Beispiel die «Frauen-Entführung» kein lustiges Spiel, in das eine ganze Männergruppe samt Pappacoda eingeweiht ist, sondern eine Sache zwischen Caramello und seinem Arbeitgeber. Auch aktuelle Themen werden angesprochen wie die nicht nur in Venedig kaum mehr wegzudenkende Umweltproblematik und die heute offener gewordene Geschlechterfrage, die sich in den Berufen der venezianischen Bevölkerung und in deren Beziehung untereinander wiederspiegelt.

 

All diese Aktualisierungen bleiben ästhetisch eingebettet in die flirrende Atmosphäre Venedigs, die man bei einem Besuch in der labyrinthartigen, autofreien, dem Wasser zugewandten Stadt erfahren kann. Die facettenreiche Musik führt immer wieder zu Caramellos sehnsüchtigem Barcarole-Motiv «Komm in die Gondel» und lädt zum Einsteigen ein. 

Solisten

Annina

  Sara Hugelshofer

  Stefanie Frei

Caramello   Simon Witzig
Duke Guido von Urbino   Andreas Büchler
Pappacoda   Jonathan Prelicz
Ciboletta   Rahel Bünter
Barbara Delaqua/Agricola   Madeleine Merz
Sanotor Mauro Delaqua   Marius Meier

Produktion

Produktionsleitung   Jürg Bläuer
Regie/Choreografie   Elja-Duša Kedveš
Musikalische Leitung   Beat Blättler
Bühnenbild   Konrad Reichmuth
Kostüme   Ruth Mächler
Bühne/Technik   Remo Schelbert
Chorleitung

  Esther Rickenbach

  Rahel Bünter

Direkteinstieg ...

Aufführungsdaten 2021

Aufgrund des Corona-Virus musste unsere Theatersaison 2020 leider vorzeitig abgebrochen werden. Die Theatergesellschaft Arth hat sich entschieden, in einer verkürzten Saison 2021 die Produktion nochmals zur Aufführung zu bringen.

Januar 2021
1 Samstag 16.01.2021 18:30 Uhr
2 Sonntag 17.01.2021 14.30 Uhr
3 Samstag 23.01.2021 19.30 Uhr
4 Sonntag 24.01.2021 14.30 Uhr
5 Freitag 29.01.2021 19.30 Uhr
6 Sonntag 31.01.2021 14.30 Uhr
Februar 2021
7 Freitag 05.02.2021 19.30 Uhr
8 Samstag 06.02.2021 19.30 Uhr
9 Sonntag 07.02.2021 14.30 Uhr
10 Mittwoch 10.02.2021 19.30 Uhr
11 Samstag 20.02.2021 19.30 Uhr
12 Sonntag 21.02.2021 14.30 Uhr

Beziehungen und Verhältnisse
unter den Rollen


Chor

 

Leitung   Esther Rickenbach-Bader, Rahel Bünter

 

Sopran   Anais Ballerini (Viola, Blumenverkäuferin), Clara Ballerini (Senatorin Teodolinda), Judith Bünter (Senatorin Notburga), Elisabeth Cuony Roth (Donatella, Dekorateurin), Irène Giger (Ariella, Maskenverkäuferin), Nicole Lorengo (Ninetta, Zwiebelverkäuferin), Gaby Mettler (Senatorin Macedonia), Beatrice Nussbaumer (Marietta, Wäscherin), Laura Zwyssig (Senatorin Petronilla)

 

Alt   Flurina Betschart (Angela, Flachmalerin und Engel), Lucia Bircher (Max, lebende Statue), Brigitte Grab (Senatorin Cantilliana), Gabriela Gutzeit (Senatorin Constantia), Simone Gutzeit (Senatorin Liberata), Stefanie Schnüriger (Stella, Ballonknüpferin), Maria Suter (Gault Millau, Restauranttesterin), Monika Zehnder (Olivia, Obstverkäuferin)

 

Tenor   Mario Bondi (Portraitmaler Beppo), Edy Gisler (Balotelli, Kinderbetreuer), Kevin Guerreiro (Enrico Piselli, Centurio), Marius Meier (Polizist, Senator Delaqua), Rolf Nussli (Gondoliere Francesco)

 

Bass   Simon Ballat (Romeo, Süsswarenverkäufer), Jürg Bläuer (Jongleur, Senator Barbaruccio), Hugo Brugger (Tourist, Sekretär Balbi), Lucas Misteli (Tourist, Senator Testaccio), Alfred Naef (Brillantino, Fensterputzer), Dimitris Skyvalos (Amadeo, Mandolinenspieler)

 

Tanz

 

Choreografie   Elja-Duša Kedveš

 

Tänzerinnen   Melina Betschart, Naomi Caplazi, Julia Fässler, Silja Holdener, Lisa Lüond, Allegra Tonazzi, Kerstin Tresch, Laura Zehnder

 

Kinder

 

 

Chorleitung Kinder   Esther Rickenbach-Bader

 

Kinder   Giorgia Bossart, Noe Dober, Angela Frei, Diana Hensler, Enya Kaufmann, Zoe Kaufmann, Nela Radosz, Selina Stadelmann

 


Orchester

 

Musikalische Leitung   Beat Blättler

 

Assistenz   Nino Wrede

 

Konzertmeister   Adrian Häusler, Alain Valmond

 

Violine 1   Désirée Albicker, Lenka Bonaventurova, Robin De Stefani, Doris Estermann, Christina Geraets, Adrian Häusler, Gabriel Miranda Martinez, Rahel Marty, Alain Valmond

 

Violine 2   Martina Bucher-Vogel, Petra Buchmann, Angelika Büeler, Helene Cartier, Marius Casutt, Mirjam Kindle, Heinz Müller, Stéphanie Scalbert

 

Viola   Fabian Aschwanden, Barbara Gürth, Lukas Kmit, Yasmin Rogenmoser

 

Cello   Yuriko Irisawa, Anette Knierim, Matous Mikolasek, Trix Zumsteg

 

Kontrabass   Andreas Boppart, Flavio Mieto

 

Flöte 1   Yvetta Odermatt, Jolanda Poredoš

 

Flöte 2   Beatrice Huser Wikler, Monika Kenel

 

Oboe   Nadia Lischer, Julia Rechsteiner

 

Klarinette 1   Roman Blum, Simone Glauser

 

Klarinette 2   Antje Hattori, Olivia Rava

 

Fagott   Martin Hirzel, Vreni Rieder

 

Waldhorn 1   Pirmin Müller, Sonja Blumer, Sebastian Kälin

 

Waldhorn 2   Peter Kathriner, Sven Winkler

 

Trompete   Keita Kitade, Roland Klaus, Marcel Krummenacher, Hanspeter Treichler

 

Posaune   Remo Abächerli, Willy Odermatt

 

Schlagwerk   Doris Affentranger, Matthias Bucher, Daniel Kessler, Christoph Vogt

 

Harfe   Roberto Barbotti, Anne-Martine Hofstetter

 


Von der Bühne bis zum Foyer

 

Bühne, Technik

Remo Schelbert

Jonas Arnold

Franz Baggenstos

Markus Baumann

Roland Betschart

Stefan Blum

Mathias Dober

Michael Holdener

Hermann Jütz

Nicolas Jütz

Alois Kenel

Josef Meyer

Philipp Meyer

Werner Nussbaumer

Kaspar Rickenbach

Joe Schmidlin

Gabriela Steiner

Joe Widmer

Kilian Wyrsch

Patrick Zwyer

 

Perücken, Frisuren

Graziella Ducoli

Sonja Kenel

Irene Holzmann-Keck

Charlotte Illi

Vreny Reichlin-Betschart

 

Maske

Prisca Feldhaus

Céline Altherr

Andrea Betschart

Carolle Betschart

Olivia Christen

Nadja Huwiler

Sandra Kupferschmid

Manuela Meli

Karin Reichlin

Simone Weibel 

Schneiderei

Marie-Theres Kenel

Jenny Curtins

Erna Hospenthal-Bünter

Annemarie Reichmuth

 

Requisiten

Silvia Bachmann

 

Verkehrsdienst

Hanspeter Suter

Franz Suter

Michael Suter

Werni Fässler

 

Vorverkauf, Theaterkasse

Monika Zehnder

Priska Betschart

Roland Betschart

Nadine Horat

Thomas Reichmuth

Peter Schaller

 

Garderobe

Gabriela Steiner

Beat Betschart

Tamara Christen

Beatrice Enzler

Anita Flückiger

Corina Gadient

Sandra Martegani

Fabienne Steiner

 

Spielleitung

Peter Schaller

Marcel Betschart

Sandro Forni

Nicolas Jütz

Peter Rauber

Peter Reichlin

Foyerbar

Marinette Jütz

Martina Christen

Beatrice Enzler

Claudia Holdener

Barbara Infanger

Lisbeth Hermann Meyer

Hélène Portmann 

 

Geschenke

Fabienne Steiner

 

Platzanweisung und Programmverkauf

Jeannette Gasser

Beat Betschart

Marcel Betschart

Ramona Blättler

Ronnie Blättler

Kilian Bürgler

Fabio Dudle

Sina Kenel

Tom Kenel

Trudy Matter

Lars Pfiffner

Tiziana Rickenbach

Valentina Rickenbach

David Steiner

René Steiner

Selina Ziegler

 

Hauswart

Marie-Theres Kenel

Alois Kenel