Geschichte


Entstehung

Schon seit 1786 Theaterleben

Aus den Chroniken geht hervor, dass ein theaterbesessenes Völklein am oberen Ende des Zugersees schon im Jahre 1786 Theater spielte. Nach regelmässigen Theateraufführungen gründeten 24 «für die edle Theaterkunst begeisterte Gründungsmitglieder» am 1. Februar 1851 die Theatergesellschaft Arth.

 

Deren hauptsächlichster Zweck war es, soviel als möglich zur theateralischen Bildung und zur Förderung des gesellschaftlichen Lebens hinzuwirken. Vor allem das Gewerbe von Arth war an alljährlichen Theateraufführungen während den Wintermonaten höchst interessiert. 1962 wurde der Kino-Betrieb eingeführt.

 


Altes Theater (Salzhaus)
Altes Theater (Salzhaus)

Von der Gegenwart in die Zukunft...

Die Arther Theatertradition ist zu einem nicht mehr wegzudenkenden Kulturgut im Talkessel zwischen Rigi und Rossberg und in der ganzen Region Innerschweiz geworden. Vor allem das Musiktheater (Operetten, Singspiele), aber auch das für Arth traditionelle Schauspiel Gemma von Arth, begeisterten in den letzten Jahren einen weiten Kreis Arther Theaterfreunde. Unser Ziel: Dem treuen Theaterbesucher muss stets etwas Besonderes geboten werden!

 

Ein eigenes Theater

Eine erste Blüte erlebte das Arther Theater gegen Ende des letzten Jahrhunderts. Der überaus grosse Zuschaueraufmarsch im «alten Salzhaus» und eine riesige Portion Mut führen zum Bau eines eigenen Theaters in Arth.

1. Präsident der TGA: Anton von Reding
1. Präsident der TGA: Anton von Reding
1. Kassier der TGA, 1851: Major Carl von Reding
1. Kassier der TGA, 1851: Major Carl von Reding


Das waren noch Zeiten ...

Alle Aufführungen des Theater Arth seit 1903.
Klicken Sie hier, um die ganz Liste zu sehen!
Gemma von Arth 1903/04
Adrian von Bubenberg 1904/05
Der Hochtourist 1905/06
Jägerblut 1906/07
Muttersegen - die Perle von Savoyen 1907/08
Bajazzo und Familie 1909/10
Der Trompeter von Säckingen 1910/11
Marignano (in Morschach) 1911
Die Rabensteinerin 1912/13
Die Hochzeit von Valeni 1913/14
's Nullerl 1916/17
's Nullerl 1917/18
Agnes, die Tocher des Gefangenen 1919/20
Gemma von Arth 1920/21
Philippine Welser 1921/22
Der Verschwender 1922/23
Preciosa 1923/24
Das Glöcklein von Birckenstein 1924/25
Pfefferrösel 1925/26
Fortunatus - Der fahrende Schüler 1926/27
Alt Heidelberg 1927/28
Der Verschwender 1928/29
Die Jungfrau von Orleans 1929/30
's Lorle vom Schwarzwald 1930/31
Muttersegen - die Perle von Savoyen 1931/32
Bajazzo und Familie 1932/33
's Glücksmädel 1933/34
Die Försterchristel 1934/35
Gemma von Arth 1935/36
Der Alpenkönig und der Menschenfeind 1936/37
Winzerlisel 1937/38
Lumpazivagabundus 1938/39
Gilberte de Courgenay 1941
Älplerchilbi 1942
Tapfer und trü 1943
Der Verschwender 1944
Muttersegen - Die Perle von Savoyen 1945
St. Johannisnacht 1946
Der fidele Bauer 1947
Lisel von Stein 1948
Im Weissen Rössl 1949
Gemma von Arth 1950
Das Dreimäderlhaus 1951
Die Försterchristel 1952
Der Vogelhändler 1953
Der Verschwender 1954
Barbara fällt vom Himmel 1955
Der fidele Bauer 1956
Lumpaziavagabundus 1957
Die goldene Mühle 1958
Schwarzwaldmädel 1959
Im Weissen Rössl 1960
Die goldene Meisterin 1961
Gräfin Mariza 1962
Die Csárdásfürstin 1963
Der Verschwender 1964
Gemma von Arth 1965
Der fidele Bauer 1966
Die Försterchristel 1967
Der Vogelhändler 1968
Ein Walzertraum 1969
Schwarzwaldmädel 1970
Sissy 1971
Das Land des Lächelns 1972
Die goldne Meisterin 1973
Polenblut 1974
Hochzeitsnacht im Paradies 1975
Die lustige Witwe 1976
Gräfin Mariza 1977
Im Weissen Rössl 1978
Viktoria und ihr Husar 1979
Die Csárdásfürstin 1980
Gasparone 1981
Der Zarewitsch 1982
Wiener Blut 1983
Saison in Salzburg 1984
Polenblut 1985
Maske in Blau 1986
Die goldne Meisterin 1987
Der Vogelhändler 1988
Gräfin Mariza 1989
Die Fledermaus 1990
Viktoria und ihr Husar 1991
Frühjahrsparade 1992
Der Bettelstundent 1993
Clivia 1994
Saison in Salzburg 1995
Frau Luna 1996
Wiener Blut 1997
Die Blume von Hawaii 1998
Der fidele Bauer 1999
Eine Nacht in Venedig 2000
Der Zigeunerbaron 2001
Die Fledermaus 2002
Gräfin Mariza 2003
Martha 2004
Der Bettelstundent 2005
Wiener Blut 2006
Der Vogelhändler 2007
Gasparone 2008
Pariser Leben 2009
Eine Nacht in Venedig 2010
Der fidele Bauer 2011
Der Zigeunerbaron 2012
Die lustige Witwe 2013
Saison in Salzburg 2014
Die Fledermaus 2015
Die Csárdásfürstin 2016
Der Bettelstudent 2017

Schnappschüsse aus frühen Aufführungen

Historische Plakate



150 Jahre Theater Arth


Theater Arth hat Tradition. Seit über 200 Jahren wird hier theatralisch ausgebildet, gespielt und somit das gesellschaftliche Leben gefördert. Was laut alten Chroniken 1786 begann, fand 75 Jahre später seinen ersten Höhepunkt: Am 1. Februar 1851 gründeten 24 Theaterbesessene die Theatergesellschaft Arth.

Seit 1786 Theaterleben in Arth
Seit 1786 Theaterleben in Arth

Bis 1903 wurde über 50 Jahre im Salzhaus an der heutigen Luzernerstrasse Theater gespielt. Mit Erfolg, denn gegen Ende des 20. Jahrhunderts blühte das Theaterleben auf. Die misslichen Verhätlnisse wurden dem grosse Zuschaueraufmarsch nicht mehr gerecht.

Salzhaus
Salzhaus

Doch das Projekt eines eigenen Theaters brauchte Mut: Ein Theater mit 500 Sitzplätzen für 70'000 Franken zu bauen, war 1903 ein gewichtiges Unterfangen. Dies zahlte sich jedoch aus, noch heute bildet der Bau von damals die Substanz des Theaters.

Das neue Theater 1903
Das neue Theater 1903

1931/32 wurde das Theater besucherfreundlicher gestaltet: Eine Erweiterung brachte nebst einer Kassastelle, Garderobe, Toiletten und sogar ein Restaurant.

Im Theater an der Luzernerstrasse wurden hauptsächlich patriotische Schauspiele aufgeführt. In den 50er Jahren begann schliesslich das Operetten-Zeitalter. Arth wurde Dank seinem Laien-Musiktheater auf hohem Niveau berühmt. Dies führte Operetten-Freunde aus der ganzen Schweiz an den oberen Zugersee.


Mit der rauschenden Premiere «Die Fledermaus» von Johann Strauss wurde das heutige Theater 1991 eingeweiht. Zuvor liessen die Arther Theaterleute während fünf Jahren jeweils in den Sommermonaten ihr Haus für rund 3 Millionen Franken umbauen: Man hob den Zuschauerraum an, vergrösserte den Bühnentrakt, baute eine Hauswartwohnung und erweiterte den Eingangsbereich. Eine eindrückliche Glasfassade gab der Renovation den modernen äusseren Abschluss.